Kostenlose Beratung bei Polymedikation
Chronisch Erkrankte, die ambulant versorgt werden und dauerhaft fünf oder mehr ärztlich verordnete Medikamente einnehmen müssen („Polymedikation“), haben alle zwölf Monate Anspruch auf eine erweiterte Medikationsberatung. Die Kosten trägt die gesetzliche bzw. private Krankenversicherung. Bei einer erheblichen Umstellung der Medikation können auch zusätzliche Termine von den Kassen bezahlt werden. Der Apotheker bzw. die Apothekerin erfasst alle aktuell eingenommenen Medikamente. Stellt sich anschließend heraus, dass es riskante Neben- und Wechselwirkungen oder andere gesundheitsgefährdende Probleme gibt, wird ein aktualisierter Medikationsplan aufgestellt. Arzneimittelbezogene Probleme können entstehen, wenn z. B. ein früher sinnvolles Arzneimittel aktuell nicht mehr oder nur noch in geringerer Dosierung empfehlenswert ist – zum Beispiel wegen des gestiegenen Lebensalters.
Pflegefall – Was tun?
Aktualisierter Ratgeber der Verbraucherzentrale NRW Im Pflegealltag gibt es viele Situationen, in denen schwierige Entscheidungen von großer Tragweite getroffen werden müssen. Die Suche nach der besten Lösung ist für Betroffene und ihre Angehörigen oft eine Nerven- und Belastungsprobe. Hier hilft der aktualisierte Ratgeber „Pflegefall – was tun?“ der Verbraucherzentrale NRW mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen etwa dafür, Anträge bei der Pflegeversicherung oder beim Sozialamt zu stellen.
DER RATGEBER „PFLEGEFALL – WAS TUN?“
hat 192 Seiten und kostet 20,- Euro, als E-Book 15,99 Euro. Bezugswege: shop.verbraucherzentrale.de, telefonisch: 0211 91380-1555 sowie in den Beratungsstellen.
Handhygiene mit Seife und „Happy Birthday“
Gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife kann mehr als 90 Prozent der Keime entfernen oder inaktivieren. Vorausgesetzt, das Waschen dauert mindestens zwischen 20 und 30 Sekunden. So lange braucht es, um zweimal „Happy Birthday“ zu singen – ob still im Kopf, leise summend oder laut geschmettert. Eine praktische Hilfe, mit der auch schon Kinder verstehen, wie richtiges Händewaschen funktioniert. Welche Regeln gibt es noch? Temperatur Die Wassertemperatur hat nur einen geringen Einfluss auf die Reduktion von Mikroorganismen, informiert das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Mit kaltem Wasser spart man Energie. Seife Händewaschen ist ohne Seife wenig effektiv, aber auch unter fließendem Wasser wird zumindest ein Teil der Mikroben und Keime entfernt, wenn die Prozedur mindestens 30 Sekunden dauert (siehe oben) und die Hände dabei aneinander gerieben werden. Eigenes Handtuch Zu Hause sollte laut BIÖG am besten jeder sein oder ihr eigenes Handtuch benutzen.
Sportliche Bewegungszeit unter 0431 – 72 00 10 40
Jede Bewegung zählt, und selbst kleine und einfache Übungen in den eigenen vier Wänden fördern die eigene Gesundheit. Besonders leicht macht es einem die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein. Wer die Telefonnummer 0431 – 72 00 10 40 wählt und die Lautsprechertaste drückt, ist schon mittendrin in drei bis fünf einfachen Bewegungsübungen. Das Programm richtet sich vor allem an ältere Menschen und wechselt wöchentlich. Die Übungen sind so konzipiert, dass sie im Sitzen oder Stehen, mit oder ohne einfachen Alltagsmaterialien, etwa einem Handtuch, gelingen. Das kostenlose Angebot gibt es auch als Podcast mit 29 Folgen.
Mehr Infos: www.lvgfsh.de
Infektionsgefahren bei Pflege und Betreuung
Häuslich Pflegende sind, ebenso wie die Profis, verstärkten Infektionsgefahren ausgesetzt, zum Beispiel über direkten Körperkontakt, aber auch indirekt bei Reinigungsarbeiten, bei der Wundversorgung oder aufgrund eigener Verletzungen.
„Infektionsgefährdungen bei der Betreuung und Pflege von Menschen“ heißt ein Informationsblatt der Deutschen Gesetzlich Unfallversicherung (DGUV). Es richtet sich zwar vor allem an professionell Pflegende, von den Hinweisen profitieren aber auch pflegende An- und Zugehörige.
Zum Bestellen (kostenpflichtig) und kostenfreien Download auf www.publikationen.dguv.de, Webcode: p207009.
„Du bist nicht mehr wie früher“
Publikationen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.
Eine dementielle Erkrankung verändert den Alltag von Betroffenen und Angehörigen auf vielfache Weise. Praktische Tipps bieten die Broschüren der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Im Ratgeber „Du bist nicht mehr wie früher. Wenn Eltern jung an einer Demenz erkranken“ zum Beispiel beschreiben junge Erwachsene, wie sie mit einer Demenzerkrankung ihrer Eltern umgehen. Ergänzt werden die Erfahrungsberichte durch Hintergrundwissen zu Demenz und Unterstützungsangeboten.
Der Ratgeber „Was kann ich tun?“ wendet sich an Menschen, die an Anfang einer Demenz stehen oder befürchten, davon betroffen zu sein. Die Broschüre ermutigt zum Beispiel dazu, einen Arzt aufzusuchen, um Klarheit zu gewinnen. Gedächtnisstützen und neue Strukturen im Alltag werden ebenfalls thematisiert.
Mehr Infos: www.deutsche-alzheimer.de/publikationen