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Sicher zuhause & unterwegs

Schwer gestürzt, jetzt im Krankenhaus – Wie geht es dann zu Hause weiter?

Viele ältere Menschen, die nach einem Sturz stationär behandelt werden, fragen sich, wie es nach der Entlassung zuhause weitergehen soll. Wie lassen sich Stolperfallen entfernen? Sind Nachtlichter oder LED-Streifen an Stufen eine gute Idee? Können Angehörige oder Freunde schon etwas vorbereiten?

Foto: cunaplus / shutterstock.com

Wer sich an Gehhilfen oder mit dem Rollator sicher in der Wohnung bewegen will, braucht vor allem Platz und freie Laufwege. Oft müssen dafür Möbelstücke oder Gegenstände weichen oder umgestellt werden, etwa im Wohnzimmer.
Eine gute Beleuchtung ist unverzichtbar, um etwaige Gefahren besser sehen und rechtzeitig reagieren zu können. Beim Gang zur Toilette im Dunkeln leisten zum Beispiel Nachtlichter mit Bewegungsmelder gute Dienste. Es gibt sie für die Steckdose oder mit Batterien.
Hilfreich sind auch zuschneidbare LED-Streifen, die in unterschiedlichen Längen erhältlich sind. „Sie werden aufgeklebt, zum Beispiel auf die Fußleisten, so dass man sein eigenes Leitsystem anfertigen kann“, sagt die Ergotherapeutin Sibylle Liebchen. Sie arbeitet als Beraterin für Hilfsmittel beim Hamburger Verein „Barrierefrei Leben“, der auch ein Informationsportal zu Hilfsmitteln im Internet anbietet.
LED-Leuchtstreifen stehen in verschiedenen Lichtfarben und mit Bewegungsmelder oder Fernbedienung zur Auswahl. Spezielle LED-Streifen für Treppen sind ebenfalls erhältlich.

Leuchtmittel mit Fernbedienung

Ähnlich praktisch sind Leuchtmittel mit Fernbedienung zum Einschrauben in die gebräuchlichen Lampenfassungen E14 und E27. Die meisten lassen sich dimmen, bei manchen ist auch die Farbtemperatur einstellbar. Solche LED-Leuchtmittel gibt es zum Beispiel in Baumärkten und Möbelhäusern zu kaufen.

Antirutschklebefolien für Dusche und Wanne

Türschwellen und Kanten von Stufen lassen sich mit Klebeband in Signalfarben markieren. Für Treppenstufen gibt es zudem selbstklebende Antirutschklebefolien. Bei vorhandenen Stufenmatten sollte geprüft werden, ob sie sicher befestigt und ihre Anti-Rutsch-Eigenschaften noch gegeben sind. Liebchen gibt noch einen Tipp: „Wenn der Boden im Schlafzimmer glatt ist, sind Antirutschklebefolien vor dem Bett ebenfalls hilfreich, um beim Aufstehen nicht auszurutschen.“
Auf Badvorleger und Antirutschmatten in der Dusche, Badewanne oder auf dem Boden sollte fortan verzichtet werden. Besser eignen sich Antirutsch-Klebefolien für Dusche oder Badewanne. Ein Duschhocker oder -klappsitz oder Badewannenbrett machen die tägliche Körperpflege ebenfalls einfacher und sicherer.

Kleidung und Schuhe kritisch betrachten

Ein kritischer Blick in den Kleiderschrank und ins Schuhregal gehört ebenfalls zum Anti-Sturz-Rundgang. Bei Oberteilen mit weiten Ärmeln besteht die Gefahr, an Türklinken hängen zu bleiben und dadurch zu stolpern. Schuhe mit glatten Sohlen, höheren Absätzen oder Fersenriemchen, wie etwa Sandaletten oder Slingpumps, sind ungeeignet. Ebenso sollte man sich wegen der Stolpergefahr von durchgelaufenen Hausschlappen trennen. Hausschuhe sollten rundum geschlossen sein und eine rutschfeste Sohle haben.
Wer Unterarmgehhilfen benötigt, hat keine Hand zum Tragen frei, ein Umhängebeutel mit Schultergurt ist dann praktisch. Auch eine Greifhilfe kann dann nützlich sein. Ein Akkustaubsauger trägt dazu bei, die Sturzgefahr bei der Hausarbeit zu reduzieren, da kein Kabel mehr im Weg ist.

Checkliste zum Download

Eine Checkliste zum Herunterladen gibt es auf der Webseite der Aktion Das sichere Haus.

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